Amazon trainiert KI mit Videos und Chats von Twitch

Eine Twitch KI Flagge greift nach Daten

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Kurzfassung

Quellen

Twitch erlaubt Streamern nun, dem Training von KI-Modellen durch den Mutterkonzern Amazon zu widersprechen.
Bislang wurden Nutzerdaten wie Videos und Chats standardmäßig für diese Entwicklung genutzt.
Eine nutzerfreundliche Opt-in-Lösung schließt das Management offen aus, da sonst niemand dem Datenabgriff zustimmen würde.

Ars Technica: Twitch content has trained Amazon AI for years, but users can opt out now
TechCrunch: Amazon will train on Twitch streamers‘ content by default, unless they opt out

Twitch-Streamer können jetzt verhindern, dass Amazon ihre Videos und Chats für das Training generativer KI verwendet. Die Plattform hat einen entsprechenden Schalter integriert, nachdem Nutzerdaten offenbar jahrelang standardmäßig in die KI-Entwicklung flossen. Keine Chance für Opt-in Der neue Schalter findet sich in den Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen des Kontos. Wer die Funktion nicht deaktiviert, gewährt Amazon weiterhin Zugriff auf Streams, Videos, Clips und Chats. Das Material soll helfen, künftige KI-Modelle des Mutterkonzerns zu trainieren. Als Beispiel nennt Twitch die Weiterentwicklung von Sprache-zu-Text-Systemen, die unter anderem für automatische Untertitel genutzt werden. Die Entscheidung sorgte in der Community umgehend für Kritik. Viele Nutzer übertragen wöchentlich stundenlang ihr Gesicht und ihre Stimme ins Netz. Twitch-Produktchef Mike Minton erklärte in einem Livestream vor knapp 3.000 Zuschauern, warum das Unternehmen auf einen Opt-out-Zwang setzt. Auf die vielfache Forderung nach einer Opt-in-Lösung antwortete er direkt: »Wenn das Opt-in wäre, würde niemand zustimmen. Das ist ehrlich gesagt die Antwort.« Anzeige Unklarheit über bisherige Daten Dass Amazon die Plattform-Inhalte für KI-Projekte nutzt, ist nicht neu. Bereits 2024 hatte Minton auf einer Veranstaltung bestätigt, dass Twitch-Daten im Rahmen lokaler Datenschutzvorgaben für das KI-Training herangezogen werden. Unklar bleibt, was in den vergangenen zwei Jahren mit den Nutzerdaten passiert ist. Auf die Frage eines Streamers, ob seine bisherigen Videos bereits verarbeitet wurden, musste der Produktchef passen. Er wisse nicht im Detail, auf welche Daten Amazon für das bisherige Modelltraining zurückgegriffen habe. Twitch-Verantwortliche verwiesen im Livestream darauf, dass auch andere Anbieter wie Meta öffentliche Plattformdaten für ihre eigenen KI-Modelle nutzen. Wer diese Datennutzung für künftige Trainings blockieren will, muss dies manuell in den Kontoeinstellungen tun. Settings – Security – Training for Generative AI + Quelle: Twitch

Leser:innen sagen:

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„Beunruhigend schön. Eine literarische Simulation unserer nahen Zukunft.“, Albert B.

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