Schlagwort: Analyse

  • Claude wird jetzt auch noch Chemiker

    Ein Reagenzglas in der Chemie

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    Kurzfassung

    Quellen

    Anthropic hat das KI-Modell Opus 4.7 erfolgreich für die komplexe Analyse von NMR-Spektren getestet.
    Die künstliche Intelligenz übertrifft etablierte Chemie-Programme wie ChemDraw bei der Genauigkeit von Wasserstoff-Vorhersagen deutlich.
    Das Modell kann nicht nur Spektren vorhersagen, sondern auch chemische Strukturen direkt aus Basisdaten ableiten.

    Anthropic – Making Claude a chemist

    Anthropic macht sein KI-Modell fit für die Chemie. In neuen Tests analysiert Opus 4.7 komplexe Spektraldaten präziser als etablierte Branchenprogramme. Damit übernimmt die künstliche Intelligenz erstmals eine der zeitaufwendigsten Aufgaben im Labor. Vorhersage von Molekülstrukturen Die Analyse von chemischen Verbindungen erfordert enorme Präzision. Forscher ermitteln die unsichtbare Struktur von Molekülen häufig über die sogenannte NMR-Spektroskopie. Bisher gleichen Chemiker die Ergebnisse in den Spektren meist mühsam per Hand ab oder nutzen spezielle Software. Anthropic hat nun untersucht, wie gut aktuelle KI-Modelle diese Aufgabe bewältigen. Dafür ließen die Entwickler die Versionen Opus 4.7, Opus 4.6 und Sonnet 4.6 gegen die Platzhirsche ChemDraw und MestReNova antreten. Die Testbasis bildeten 20 chemische Verbindungen aus aktuellen Vorabveröffentlichungen, die den Modellen während des Trainings noch nicht bekannt waren. Anzeige Hohe Präzision bei Wasserstoff Die Ergebnisse der ersten Versuchsreihe zeigen überraschend deutliche Unterschiede. Bei der Vorhersage von Wasserstoff-Spektren erreichte Opus 4.7 eine durchschnittliche Abweichung von lediglich 0,079 ppm. Damit unterbietet das KI-Modell die klassischen Programme deutlich und liegt weit innerhalb der von Chemikern tolerierten Fehlergrenze. Bei der Analyse von Kohlenstoff lagen Opus 4.7 und MestReNova mit Werten um die 1,4 ppm nahezu gleichauf. Die älteren Versionen Opus 4.6 und Sonnet 4.6 schnitten erwartungsgemäß schwächer ab. Das kleinste Modell Sonnet 4.6 scheiterte bei einer besonders komplexen Wasserstoffverbindung sogar komplett an der richtigen Einordnung. + + Quelle: Anthropic Die Rückwärtsanalyse als Königsdisziplin Neben der reinen Vorhersage testete Anthropic auch die weitaus schwerere Umkehrung des Prozesses. Opus 4.7 erhielt lediglich die experimentellen Daten eines NMR-Spektrums sowie die exakte molekulare Formel. Daraus sollte die künstliche Intelligenz die zugrunde liegende Struktur ableiten, was sonst Fachleuten überlassen bleibt. Bei acht einfacheren Molekülen lieferte Opus 4.7 in jedem Versuch fehlerfrei die korrekte Struktur. Für sieben deutlich komplexere Verbindungen benötigte das KI-Modell lediglich einen zusätzlichen Hinweis auf das Ausgangsmaterial, um präzise Ergebnisse zu liefern. Bisherige Spezialsoftware erfordert für solche Aufgaben oft zweidimensionale Daten und Lizenzen. Claude löste das Problem über simple Texteingaben. + Quelle: Anthropic Grenzen der aktuellen Tests Trotz der starken Testergebnisse verweisen die Entwickler auf die Einschränkungen der Untersuchung. Die geringe Stichprobengröße von 20 Verbindungen für die Vorwärtsanalyse lässt noch keine endgültigen Schlüsse auf die Zuverlässigkeit im großen Maßstab zu. Die Modelle könnten bei bisher ungetesteten chemischen Gerüsten andere Fehlermuster zeigen. Zudem blieben komplexe Naturstoffe und bestimmte Lösungsmittel im Test unberücksichtigt. Anthropic plant daher im nächsten Schritt, die Evaluierung auf mehrere Hundert Verbindungen auszuweiten. Die Forschung konzentriert sich künftig darauf, dass die Modelle auch Reaktionsmechanismen eigenständig überprüfen.

  • Anthropic und OpenAI kontrollieren 89% der KI-Startup-Umsätze – der Rest teilt sich die Krümel

    Anthropic und OpenAI vereinen laut einer Analyse von The Information inzwischen 89 Prozent der Umsätze unter den führenden KI-Startups auf sich.

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  • Studie: 35 Prozent aller neuen Websites sind Mitte 2025 KI-generiert

    Eine Analyse von Cloudflare zeigt, dass Bytespider, Amazonbot und ClaudeBot zu den aktivsten KI-Crawlern im Internet gehören. Viele Firmen verschleiern ihre KI-Crawler.

    Eine groß angelegte Analyse von Websites aus dem Internet Archive zeigt, wie stark KI-Text das Netz bereits durchdringt. Die tatsächlichen Auswirkungen weichen laut den Forschern aber deutlich von der öffentlichen Wahrnehmung ab.

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  • Studie zeigt, wie KI-Tools geschlechtsspezifische Gewalt auf Telegram industrialisieren

    Nudifying-Bots, Deepfakes und automatisierte Archive: Eine Analyse von 2,8 Millionen Telegram-Nachrichten in Italien und Spanien dokumentiert, wie KI-Werkzeuge ein monetarisiertes Missbrauchsökosystem antreiben.

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  • TSMCs modernste Fertigung gehört wohl bald fast vollständig der KI

    Laut einer Analyse von SemiAnalysis verdrängen KI-Chips Smartphones von TSMCs modernster Fertigung. Bis 2027 könnten 86 Prozent der N3-Kapazität für KI-bezogene Chips reserviert sein.

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  • Claude arbeitet jetzt eigenständig über Excel und PowerPoint hinweg

    Anthropic lässt Claude nun eigenständig zwischen Excel und PowerPoint wechseln – etwa um eine Analyse durchzuführen und daraus direkt eine Präsentation zu bauen.

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  • „Daddy“, „Master“, „Guru“: Anthropic-Studie zeigt, wie Nutzer emotionale Abhängigkeit von Claude entwickeln

    Eine neue Analyse von 1,5 Millionen Claude-Gesprächen offenbart beunruhigende Muster: In seltenen, aber messbaren Fällen untergraben KI-Interaktionen die Entscheidungsfähigkeit von Nutzern. Das Paradoxe daran: Die Betroffenen bewerten diese Gespräche zunächst positiv.

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  • NeurIPS-Analyse zeigt: Selbst Google-Autoren sind vor KI-Halluzinationen nicht sicher

    Eine Analyse von knapp 5.000 Papers der KI-Konferenz NeurIPS 2025 fördert halluzinierte Zitate zutage – in Arbeiten, die den Peer-Review-Prozess bereits durchlaufen haben.

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  • KI-Agenten können Benchmarks „hacken“: Warum Testergebnisse oft wenig aussagen

    Mehrfarbiges, überlagerndes Balkendiagramm in Neonfarben auf Papierstruktur, das die Komplexität von Benchmark-Daten visualisiert.

    Benchmarks sollen objektiv messen, wie gut KI-Modelle sind. Doch laut einer Analyse von Epoch AI hängen die Ergebnisse stark davon ab, wie genau der Test durchgeführt wird. Die Forschungsorganisation identifiziert zahlreiche Variablen, die selten offengelegt werden, aber erheblichen Einfluss haben.

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  • 1 Tag Schlaf und die KI kennt alle Deine Krankheiten!

    Ein Mann schläft und wird analysiert

    Nano Banana

    Kurzfassung

    Quellen

    Ein Forscherteam der Stanford University hat das KI-Modell SleepFM entwickelt, das über 100 Krankheiten während des Schlafs erkennt. Die Technologie nutzt Polysomnographie-Daten, um Risiken für Parkinson, Demenz und Krebs mit einer Präzision von bis zu 89 Prozent vorherzusagen. Durch die Analyse von Hirnströmen und Herzrhythmen identifiziert das System gefährliche Diskrepanzen in den Körperrhythmen, lange bevor Symptome auftreten. Diese multimodale Diagnosemethode könnte die medizinische Vorsorge revolutionieren und eine frühzeitige, präventive Behandlung ermöglichen.

    Science Daily – AI model predicts disease risk during sleep

    Doc Hub – New AI model predicts disease risk while you sleep

    Forscher der Stanford University haben ein KI-Modell entwickelt, das aus nur einer Nacht Schlafdaten das Risiko für über 100 Krankheiten vorhersagt. Diese Technologie ermöglicht die Früherkennung von Leiden wie Krebs oder Demenz, bevor erste Symptome im Alltag sichtbar werden. Multimodale Analyse der Nachtruhe Das neu entwickelte System namens SleepFM nutzt Daten aus der Polysomnographie, einer umfassenden Untersuchung des Schlafes in spezialisierten Kliniken. Dabei wertet die künstliche Intelligenz gleichzeitig Hirnströme, Herzrhythmus und Atemmuster aus einer einzigen Nacht aus. Durch diese Kombination erkennt der Algorithmus winzige Abweichungen in den biologischen Signalen, die dem menschlichen Auge oft verborgen bleiben. Bisherige Methoden beschränkten sich meist auf die Diagnose spezifischer Schlafstörungen wie der nächtlichen Atemaussetzer. Die Stanford-KI geht einen Schritt weiter und analysiert das Zusammenspiel verschiedener Körpersysteme. Besonders die Diskrepanz zwischen verschiedenen Rhythmen, etwa ein waches Herz bei schlafendem Gehirn, liefert wertvolle Hinweise auf verborgene Gesundheitsprobleme. Anzeige Früherkennung schwerer Erkrankungen Die Tragweite der Technologie reicht weit über das Schlafzimmer hinaus. Das Modell identifiziert Risikofaktoren für etwa 130 verschiedene medizinische Zustände, darunter Parkinson, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten. In klinischen Tests mit jahrzehntelangen Patientendaten zeigte das System eine beeindruckende Treffsicherheit bei der Vorhersage künftiger Diagnosen. Patienten könnten so Jahre vor dem Ausbruch einer Krankheit gewarnt werden, was die Heilungschancen durch präventive Maßnahmen massiv erhöht. Besonders bei chronischen Leiden ermöglicht dieser Ansatz einen proaktiven Umgang mit der eigenen Gesundheit. Statt lediglich auf Symptome zu reagieren, liefert die Analyse während der Ruhephase eine umfassende Bestandsaufnahme des gesamten körperlichen Zustands. Ein neues Fundament für die klinische Diagnostik Technisch basiert das System auf einem sogenannten Foundation Model, einem Basismodell, das mit gewaltigen Mengen an unbeschrifteten Rohdaten trainiert wurde. Dieser Ansatz erlaubt es der KI, komplexe Zusammenhänge zwischen verschiedenen Körpersignalen zu verstehen, ohne für jede Krankheit einzeln programmiert werden zu müssen. Für das Training nutzten die Forscher Datensätze von rund 65.000 Personen mit insgesamt 600.000 Stunden Aufzeichnungen. Die KI erreichte dabei eine Genauigkeit von 89 Prozent bei der Erkennung von Parkinson und 85 Prozent bei Demenz-Risiken. Auch das Risiko für Herzinfarkte und die allgemeine Sterblichkeit konnte mit einer Präzision von über 80 Prozent bestimmt werden. Diese Robustheit macht die Anwendung zu einem potenziell mächtigen Werkzeug für die medizinische Vorsorge der Zukunft.