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Das Bundesamt für Verfassungsschutz nutzt für die KI-gestützte Datenanalyse künftig die Plattform ArgonOS des französischen Anbieters ChapsVision.
Damit wählt erstmals eine deutsche Bundesbehörde gezielt eine europäische Alternative zu den umstrittenen Modellen des US-Konzerns Palantir.
Die integrierten KI-Modelle werten große Datenmengen für die Terrorismusbekämpfung und Spionageabwehr unter strengen juristischen Vorgaben aus.
Sicherheitsexperten begrüßen den Wechsel als wichtigen Schritt für die europäische Datensouveränität und den aktiven Schutz sensibler Ermittlungserkenntnisse.
Tagesschau – Verfassungsschutz setzt auf Palantir-Alternative
Süddeutsche Zeitung – Verfassungsschutz setzt auf Palantir-Alternative
Deutschlandfunk – Verfassungsschutz kauft Datenanalyse-Software in Frankreich statt bei Palantir
taz – Deutscher Geheimdienst setzt zur Terrorabwehr auf eine Palantir-Alternative aus Frankreich
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vertraut bei der KI-gestützten Datenanalyse künftig auf das französische Unternehmen ChapsVision. Nach Recherchen von WDR, NDR und SZ lehnt damit erstmals eine deutsche Bundesbehörde die Modelle des US-Konzerns Palantir ab. KI-Modelle für den Inlandsgeheimdienst Für die komplexe Informationsauswertung greift der Inlandsgeheimdienst künftig auf die fortschrittliche Analyseplattform ArgonOS zurück. ChapsVision integriert hierbei spezifische KI-Modelle, um gewaltige und unstrukturierte Datenmengen für komplexe Bereiche wie die Open-Source-Intelligence vollautomatisiert zu verarbeiten. In Frankreich vertrauen bereits mehrere große Behörden auf diese Technologie, darunter auch der Inlandsgeheimdienst DGSI. Ein erster Machbarkeitsnachweis brachte auf deutscher Seite überzeugende Resultate. Für kritische Einsätze in der Spionageabwehr und der Terrorismusbekämpfung betrachten die Verantwortlichen die Modelle mittlerweile als voll einsatzbereit. Vorläufig erfolgt die praktische Nutzung allerdings nur innerhalb eines eng gesteckten juristischen Rahmens. Auf dem deutschen Markt übernimmt die Firma rola Security Solutions die Vermarktung der Technologie. Anzeige Strategischer Fokus auf digitale Souveränität Bislang dominierten amerikanische Firmen diesen sensiblen Bereich, weshalb Ermittlungsbehörden in Hessen und Bayern bei der Gefahrenabwehr seit Jahren die Produkte des US-Konzerns Palantir nutzen. Dieser Branchenprimus steht jedoch wegen gravierender datenschutzrechtlicher Bedenken und der umstrittenen politischen Verstrickungen seines Gründers Peter Thiel unter Dauerbeschuss. Durch die Beauftragung von ChapsVision vollzieht das BfV nun einen von Sicherheitsexperten schon lange geforderten Kurswechsel. Deutsche Behörden verringern ihre strategische Abhängigkeit von US-Anbietern maßgeblich und stärken die digitale Souveränität ganz Europas spürbar. Passend dazu schloss auch die Bundeswehr eine Zusammenarbeit mit Palantir vor wenigen Tagen offiziell aus. ChapsVision etabliert sich damit endgültig als europäischer Gegenentwurf zu den etablierten US-Akteuren. Das Unternehmen des Gründers Olivier Dellenbach richtet seine KI-Modelle konsequent auf die strengen europäischen Datenschutzstandards aus. Nationale Geheimdienste behalten dadurch stets die absolute Kontrolle über ihre eingespeisten Informationen. Auf diese Weise lässt sich eine unbemerkte Datenübertragung in Drittstaaten wirksam verhindern.

